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Physikwissen: Kein Vorwissen

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Mittwoch, 28. September 2011, 09:08

Wieder ein routinemäßiger kleiner Fortschritt ...

http://arxiv.org/pdf/1109.5945v1
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Montag, 24. Oktober 2011, 07:03

Der LHC arbeitet jetzt auf Volldampf, beim letzten run vorhin stieg die integrierte Intensität um 0.2 auf 5.13 ... und schon wird wieder nachgeladen. Wenn das mit dieser geschwindigkeit weitergeht, werden bis zur Betriebspause 7 erreicht; scheinbar versucht man jetzt zuvor noch maximal Daten zu sammeln.

Es dringt wenig durch, jedoch sieht es wohl so aus, als daß es sich außer vielleicht noch bei 119 ausgehickst hat
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Dienstag, 13. Dezember 2011, 22:14

Epithaph auf einen Totgeborenen

Heute wurde die vorläufige Auswertung der LHC -Daten der Higgs-Suche auf die Menschheit losgelassen.

Ich möchte hier einmal, unbeeinflußt vom Medienrummel und von Interessen, meine eigene Interprätation der Ergebnisse vornehmen, wie ich sie aufgrund der von CERN veröffentlichten Artikel, sowie aufgrund meiner sich über die Jahre gebildeten Einschätzung von Beobachtungsdaten, beurteilen würde. Erklärungen sind maximal vereinfacht zum besseren Verständnis.

Zusammenfassend ist demnach, insgesamt gesehen, Higgs im gesamten praktisch relevanten Bereich zwischen 110 und > 500 statistisch zu 95% (meinetwegen bei einigen Zipfeln nur zu 94%) und auch nach gesunder Beurteilung der vorliegenden Daten unter jeweiliger Berücksichtigung der Eigenheiten der Experimente ausgeschlossen, und gibt es wohl keins.

Die Ergebnisse von CMS sind bei
http://cdsweb.cern.ch/collection/CMS%20P…Summaries?ln=en

und die von ATLAS bei
https://twiki.cern.ch/twiki/bin/view/Atl…gsPublicResults

zu finden, worunter sich jeweils eine Kombination 2011-032 bzw 2011-163 befindet. Hier sind am aufschlußreichsten die je nach Zerfallsprodukten angegebenen Ergebnisse, in beiden Abb. 3 .

Die DATEN der Meßwerte selbst, in dem Sinne ob ein Higgs (100%) oder ob kein Higgs (0%) 'gefunden' wurde, sind nur in wenigen Abbildungen wiedergegeben bei denen die Unsicherheit violett-blau hinterlegt ist. Denn alle hoffen ja, daß es kein Higgs gibt, deshalb wird stattdessen normalerweise die 95%ige Ausschlußhoffentlichkeit abgebildet: Die gelb-grün hinterlegten (und andere) Abbildungen sagen also nichts über den Meßwert selbst aus sondern geben die ANZAHL oder genauer gesagt das Gewicht der eingeholten Daten im Verhältnis zur kritischen Datenmenge zum Erreichen eines Ausschlußes an, wobei dieser auf 95% Wahrscheinlichkeit bezogen ist. Sie können hoch sein, wenn etwa für die betreffende 'Stelle'/Masse wenig oder keine Daten angefallen sind, oder aber auch, wenn dort zwar viele Daten die aber ein Higgs bestätigen also einen Ausschluß wenig wahrscheinlich machen, vorhanden sind. Dann sind y-fach mehr Daten nötig. Einer dieser Fälle (neben weiteren) liegt vor, falls die 'beobachtete' Unsicherheit also die Daten(menge) hinter Modell/Erwartung entsprechend der Anzahl der 'Betriebsstunden' (integrierte Intensität) zurückbleibt. Wo die Kurve unter 1 fällt, ist mit 95%iger Wahrscheinlichkeit kein Higgs vorhanden, jedenfalls nicht in den vhd. Daten, und wäre zur Umkehrung der Situation eine hohe Zahl gegenteilig ausfallender Messungen nötig.

Für < 110 sind keine Ergebnisse angegeben, < 114 war schon durch frühere, > 130 ist nun durch jedes der Experimente für sich genommen, Higgs ausgeschlossen. Wir brauchen uns daher nur noch mit 115 ... 130 zu befassen.

Man sieht schon ganz grob, daß die Menge der Daten nötig zum Erreichen von 95% Sicherheit Ausschluß, bei den einzelnen Experimenten, wo nicht bereits bei 1, dann im Bereich 2 ... 4 liegt, sodaß man abschätzen kann daß das Zusammenlegen der Daten aller Experimente also etwa die dreifache Menge/Gewicht jedes einzelnen, eine Entscheidung zu 95% im gesamten Bereich 115-130 ermöglichen sollte. Im ganzen kritischen Bereich liefert CMS mehr 'Datenmenge'/Gewicht wie ATLAS.

Am sensibelsten ist der Zerfall von H direkt in zwei Photonen, oder Diphoton. Für den ganzen Bereich 110-130 wäre etwa 2x die bei sovielen 'Betriebsstunden' erwartete Datenmenge ausreichend f¨ur die 95% - Sicherheit.

H --> WW hat im ganzen Bereich von <100 bis 160 einen Überschuß der Daten über die Erwartung. Wie schon weiter oben gesagt, dürfte das ein Modellfehler oder Sensiblität zu sonstigen Effekten/Rauschen sein. Es ist nirgends ein signifikanter Peak vorhanden, wie zu erwarten bei relevanten Ergebnissen.

H --> ZZ hat einen Überschuß im Bereich 120-130 und einen Peak bei 124, der allerdings neben einer Senke ist, und Effekte für leichte Modifikationen der Energie nichthiggsbedingtem Hintergrundes gibt es genügend, jedenfalls scheint bei Peak + Senke zusammen keine zusätzliche Ereignishäufigkeit aufzutreten. H --> ZZ ist etwas unsensibler als H --> WW, aber beide Datenmengen zusammen sind für > 125 bereits genug für einen Ausschluß (95%).

Zumindest bei CMS gibt auch noch ein Zerfall in Doppeltau inzwischen bereits 1/3 der Datenmenge für einen Ausschluß.

Am sensibelsten unter etwa 127 ist H --> Doppelgamma. Hier ist es nun interessanterweise so, daß immer gerade in den Bereichen wo bei einem Versuch ein praktisch völliger Ausschluß erfolgt, beim anderen ein Peak also geringstes Gewicht vorliegt. Das stellt klar, daß es sich dort nicht um ein Peak (also geringere Ausschluß-Wahrscheinlichkeit) durch ein Signal sondern einfach nur durch sehr wenige vorhandene Beobachtungen/Ereignisse handelt !! Wichtig ist nun, daß beide Datenmengen zusammengelegt, überall einen Ausschluß alleine durch diese Zerfallskette H --> zwei-Photonen ergeben. Bei ATLAS ist eine Senke mit Ausschluß bei 115 und Fast-Ausschluß bei 122, und ein Peak bei 119 und 127-8 vorhanden; schon im früheren post hatte ich dazu gesagt, daß diese peaks schlicht wenig vhd. Daten bedeuten. Bei CMS sind Senken mit Fast-Ausschluß bei 111, 118-9 und schließlich ein tiefer Abfall ab 127 bis 133 unter den formalen Ausschluß, peaks bei 114 und 123.

Den Ergebnissen ist auch eine Abbildung der erstgenannten Art also mit den Daten selbst beigefügt (jeweils alle Zerfallsarten zusammen), bei CMS Abb.4 , bei ATLAS, Abb. 7. Demnach ist der Wert zwischen 0,5 und 1 bei CMS im Bereich 113 bis 126, am ausgeprägtesten bei 123-4; indeß bei ATLAS im Bereich 123 bis 129, am ausgeprägtesten bei 126-7 , beide mit einem mittleren Fehler (1 sigma) von +/- 0,4 ... 0,6 . Der wahrscheinlichste ATLAS-Bereich wird aber durch CMS deutlich ausgeschlossen. Umgekehrt schließt ATLAS den größten Teil <123 des ziemlich kontinuierlich verlaufenden CMS-Bereiches aus, was auch den kleinen verbleibenden Rest 124-6 wo kein besonderer peak mehr ist fraglich macht. Bei CMS ab 127 und bei ATLAS ab 131 liegt alles unter 0,2 , insbesondere auch der Bereich um 145, der noch vor Kurzem hochlobbesungen wurde.

Bis jetzt haben (angeblich) beide Arbeitsgruppen voneinander unabhängig gearbeitet. Am aufschlußreichsten wird nun die Kombination der beiden Experimente sein, umso mehr die von Diphoton sehr unterschiedlich sind; wie gesagt, ist bereits damit wohl Higgs im gesamten Bereich ausgeschlossen (allenfalls rein formal 123-6 als 'am wenigsten unwahrscheinlich' verbleiben).

Während diverse andere Wechselwirkungen nicht primär sind, und durch irgendwelche SMe auf primäre zurückgeführt werden, sind die Trägheit und die Gravitation, die ja beide auch ihre eigene Dimension mitbringen, je eine primäre Naturkraft, bereits zusammen mit ihrer Dimension entstanden, beide sich gegenseitig bedingend, und sollten daher keine 'Austauschteilchen' oder sonstwas, besonders falls erst viel später entstanden, für ihr Funktionieren brauchen. Das schließt nicht aus, daß gelegentlich oder als Konsequenz (aber nicht umgekehrt sie verursachend) der Wirkung der primären Naturkräfte uns Teilchen, Bewegungsmuster oder andere Kollektivwirkungen erscheinen, so wie etwa Wellenpakete, Schwebungen, gekoppelte Pendelbewegungen usw aus einzelnen Bewegungen zusammengesetzt sind und immer gelegentlich ihnen auftreten, anstatt daß umgekehrt Erstere für Letztere ursächlich wären.



Nachtrag: ich habe mir die Daten noch einmal in Hinblick auf ihre zeitliche Entwicklung angesehen.

Bei den zweitgenannten Abbildungen (gelbgrün zur ANZAHL/GEWICHT, nicht blaulila der DATEN) - also wievielfach (potentiell gegenteilige) Daten einen Ausschluß sicherstellen - sollte ein echtem Signal (gegenteilig als nur ein Zipfel wegen Fehlen oder geringem Gewicht an Daten) sein Wert mit zunehmender Intensität zunehmen oder wenigstens nicht abnehmen.

Betrachten wir diphoton, was der Hauptgrund für die vermeintliche Higgs -Andeutung ist. Bei ATLAS, mit Intensität 1.08 war ein peak bei 128 der Höhe 6 . Bei 126 war kein peak, aber der Wert dort war 4. Nun, mit 4.9 Intensität, ist der peak bei 129 verschwunden; nun ist einer bei 126 mit Höhe 4. Zwischen 123 und 126 hat die Höhe seitdem etwas zugenommen. Bei CMS war ein peak bei 121 mit Höhe 4, nun ist er bei 123-4 mit 3 wo vorher der Wert nur 2 war. Das würde andeuten, wenn auch nur geringfügig signifikant, daß dort etwas ist.

Sehen wir uns aber die anderen Zerfallsketten nahe 124 an. Doppel-W hatte dort früher fast 4, doppelTau fast 10 Höhe/Wert. Jetzt sind es 1,5 und 3,5 . Ferner zeigen beide dort nicht die geringste Andeutung eines peaks.

Folglich ist da jedenfalls nichts signifikantes. Photonen zu erzeugen oder (nahe 124) geringfügig in ihrer Energie zu ändern, dürften viele Mechanismen hinkriegen, doppelW oder doppelTau erzeugen, wenigere. Wir können abschätzen, daß bei einer Intensität von etwa 7-8, jeder der beiden CMS-Experimente WW bzw TauTau, Higgs mit 95% ausschließen wird, statistisch machen sie beide zusammen es bereits jetzt, wenn man GammaGamma ignoriert.
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Sonntag, 26. Februar 2012, 18:47

Nach neuen Ergebnissen der W und top Masse, wäre zwar der inzwischen noch übrig bleibende Bereich für Higgs am Rande der akzeptierten Ungenauigkeit noch möglich, aber (ohne Änderungen an der Theorie oder neuartigen Effekten) der wahrscheinlichste Wert wäre etwa bei 90

http://www.fnal.gov/pub/today/archive_20…ltReadMore.html
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Sonntag, 4. März 2012, 17:29

Man hört nochmal was von Tevatron

Für den doubledoubleweh Kanal von CDF sind etwa 10% genauere Resultate als zuwor bekannt gegeben worden. Da sollte Higgs in der Gegend um 125 zumindest angedeutet sein (für 95% Ausschluß-Wahrscheinlichkeit wären nur ca. 3x die vhd. Daten nötig), ist es aber nicht.

Die D0 Ergebnisse für den Doppelgamma Zerfall sind deutlich ungenauer als beim LHC, für 95% wären ca. 12x die vhd. Daten nötig. Auch hier ist übrigens nichts angedeutet.

Am interessantesten wäre der Zerfall zu zwei bottem Quarks, der soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.



http://agenda.infn.it/getFile.py/access?…des&confId=4116


Nachtrag: Hier noch eine Zusammenfassung der Ergebnisse von ATLAS, sowie Abschätzung der zu erwartenden Ergebnisse:
http://agenda.infn.it/getFile.py/access?…des&confId=4116

... und weitere Ergebnisse: http://agenda.infn.it/conferenceOtherVie…ard&confId=4116
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Mittwoch, 7. März 2012, 20:14

Heute sind neue Ergebnisse aus den Daten des LHC von letztem Jahr, aber auch von Tevatron, bekanntgegeben worden. Ich muß das selbst noch durchlesen und interprätieren, aber schon mal hier:

http://cdsweb.cern.ch/collection/CMS%20P…Summaries?ln=en

http://www.science20.com/quantum_diaries…hc_signal-87751



So, inzwischen hab' ich das durchgelesen, und komme dann zu meiner Kurz-Analyse. Und die ist schnell und schmerzhaft.

Die Zusammenfassung der bisherigen CMS Higgs - Messungen ist hier:
http://cdsweb.cern.ch/record/1429928/fil…-12-008-pas.pdf

Und darin halte ich neben der Zusammenwürfelung in Abb. 5 , die Ergebnisse der einzelnen Zerfallsreihen in Abb. 6 , am wichtigsten. Die durchgezogenen Linien sind wie üblich die Messungen der Zerfallsergebnisse, die gestrichelten der Hintergrund gemäß Modellen.


Grob gesagt, hat sich nicht viel geändert seit meiner früheren Analyse ein paar posts weiter oben.


Im überhaupt nur noch relevanten, bisher noch nicht ausgeschiedenen Bereich um 125 GeV ist am sensibelsten der Zerfall zu zwei Photonen. Der geht hauptsächlich ins Gesamtergebnis, Abb. 5 ein, und ist in Abb. 6 giftgrün dargestellt.

Man sieht nun, das bei dieser Zerfallsreihe im Abstand von ca. 10 GeV peaks auftreten, bei 125 und 136 über dem erwarteten Hintergrund. Davon wird zZt der bei 125 als wahrscheinlichstes (bzw einziges derzeit noch übrig bleibende) Anzeichen für Higgs behandelt.

Aber:

Was wir für einen Nachweis brauchen, wäre ein einzelner und signifikanter Peak über die geglättete Umgebung - und das fehlt hier.

1) Man sieht, das neben diesen peaks auch Senken vorkommen, dh ein Defizit von Ereignissen unter dem Hintergrund. So etwas haben wir in der Physik oft, zBsp sind neben Spektrallinien mitunter Senken. Das bedeutet, das dort Photonen vom Hintergrund nur leicht frequenzverschoben, aber keine bzw nur wenige zusätzlich erzeugt werden. Hier in unserem Fall, passen die peaks problemlos in die benachbarten Senken hinein, sodas nur Photonen vom Hintergrund leicht frequenzverschoben werden - warum auch immer - aber jedenfalls effektiv keine (bzw höchstens sehr wenige) zusätzlich erzeugt werden so wie es bei vhd Higgs zu erwarten wäre.

2) Zweitens eben der Befund dieser wellenhaften peaks, sodaß dafür wohl irgendein Effekt existieren muß, der das hervorruft und neben den peaks bei 115 und 135 auch den bei 125 erklärt. Das kann durchaus ein Beobachtungseffekt sein.

3) Bei 125 sind keine anderen Kanäle bisher so genau, um das 2gamma Ergebnis auszuschließen, bei den anderen inzwischen schon. Auch der peak bei 135 ist für sich genommen formal signifikant, und wurde lange als möglich gehandelt, wurde aber inzwischen durch die zugenommene Genauigkeit der anderen Kanäle ausgeschlossen. Es ist anzunehmen, daß dasselbe letztlich auch mit 125 passiert.


Die bisher relevantesten anderen Kanäle sind der Zerfall zu WW und zu ZZ (blau / rot in Abb. 6 rechts). Diese haben über den gesamten Bereich mehr Ereignisse als gemäs den Abschätzungen des Hintergrundes. Das wird oft mit der weniger guten Masse-Auflösung begründet, kann aber auch ganz einfach ein fehlerhaftes Modell des Hintergrundes sein. Man sieht in Abb. 6 , daß dies auch bei 115 und 135 so ist. 115 ist aber inzwischen durch den Zerfall zu Doppel-Tau (lila) sowie den dort schwächer gewordenen peak von gammagamma selbst (giftgrün) ausgeschieden, 135 dagegen durch die größere Betriebsdauer (integrierte Leuchtstärke) und trotz zwar weiterhin Überschuß über dem Modell des Hintergrundes für ein Higgs nicht mehr ausreichenden Ereignissen WW und ZZ (blau/rot) selbst. Es ist anzunehmen, daß dasselbe auch bei 125 passiert.

Allmählich kommt Doppel-Tau (lila) auch bei 125 zu einer brauchbaren Genauigkeit - die 2.5-fache Datenmenge reicht für 95% Ausschluß. Dieser Zerfallskanal zeigt nicht die Probleme der anderen, also weder langbereichigen Überschuss wie ZZ und WW, noch wellenhafte Effekte wie gammagamma. Und -- Doppel-Tau zeigt keinerlei Anzeichen eines peaks, der falls reell schon jetzt zumindest andeutungsweise whd sein sollte. Natürlich kann man argumentieren, daß vielleicht das Modell falsch ist und Higgs nicht zu TauTau zerfällt, aber dann muß man sich konsequenterweise fragen ob es überhaupt eins gibt.



Daher bin ich der Meinung, es sieht nicht gut aus für higgs ...



Mal abwarten, was von ATLAS bekannt gegeben wird.

http://cdsweb.cern.ch/collection/ATLAS%20Notes?ln=en

Die ATLASianer kommen bislang nicht zu Potte mit einer Zusammenfassung. Zumindest aber wurde bekanntgegeben, daß dort in doublegamma auch ein fermiophibisches Higgs ebenso signifikant bei 125 erscheint wie ein normales ... a) durch CMS bereits ausgeschlossen, b) welches denn jetzt - sollte nur eins von beiden geben. Das ist ein weiterer Hinweis, das bei 125 irgendein sonstiger Effekt für einen peak sorgt. Auch hier bei doppeltau kein Exzess.

Nachtrag, 8/2: So, jetzt kam auch die Zusammenfassung von ATLAS

http://cdsweb.cern.ch/record/1430033/fil…NF-2012-019.pdf

Die Ergebnisse von gammagamma sind die selben wie früher, siehe also meine Analyse einige posts weiter oben. Den Rest mus ich noch lesen, also bis gleich ...

... Also, hier sieht es nun so aus, Abb. 1: H > WW > lvlv (rot) und H > TauTau (lila) sind inzwischen deutlich besser geworden, auch H > bb (grün) wird nun relevant.

Auch hier beruhten die letzten Resultate und das noch verbleibende iW auf gammagamma (schwach lila), welches ebenso wie bei CMS mit peak bei 125 GeV auch bei ATLAS wellenförmigen Verlauf zeigt, mit peak bei 118, 128, 139 GeV . Dabei schließen sich die peaks bei CMS bzw bei ATLAS fast schon gegenseitig aus (nicht ganz aber knapp mit 95%).

Der Zerfall zu ZZ (blau) zeigt weiterhin zwischen 120 und 130 eine gegenüber der Erwartung zurückbleibende Ausschlußwahrscheinlichkeit; wie schon mehrfach erklärt kann das aber einfach an gegenüber der Erwartung zurückbleibenden ausschliesenden Ereignissen (statt an vielen bestätigenden Ereignissen) liegen. Inzwischen haben bb (grün) und TauTau (lila) aber für 125 GeV dieselbe Genauigkeit erreicht, auch wie die von gammagamma selbst, und zeigen soviele Ereignisse wie ohne Higgs.

Insbesondere ist jetzt aber WW (rot) genauer geworden. Im Bereich 120 ... 160 liegt es weiterhin systematisch etwas oberhalb der Erwartung, die Differenz ist jetzt aber kleiner. Bei 119 entspricht die Beobachtung praktisch der higgslosen Erwartung, und derselben Ausschlußwahrscheinlichkeit wie gammagamma selbst, dort liegen jetzt faktisch alle Kanäle praktisch bei der Erwartung und ist auch gammagamma nur noch gering darüber, für 95% Ausschluß wäre aber knapp das Doppelte an Daten nötig.

Beim 'kritischen' 128 liegen gammagamma und ZZ beide oberhalb der 95% Ausschlußwahrscheinlichkeit, und ist dies auch der kritische Punkt was viele Leute derzeit als Anzeichen für Higgs interprätieren, und auch das Einzige was dazu noch übrig blieb. Inzwischen erreicht aber H > WW > lvlv (rot) dort fast die 95% Ausschluß - Menge an Daten, nunmehr auch nur knapp über dem vorausgesagten Hintergrund. Und wie gesagt der Zerfall zu TauTau und bb ereicht mittlerweile dieselbe Ausschlußwahrscheinlichkeit wie gammagamma selbst (3-fache Datenmenge für 95% Ausschluß nötig), jedoch in Übereinstimmung mit dem vorhergesagten Hintergrund.

Bei 139 GeV ist inzwischen gammagamma selbt zurückgegangen, und wird es zudem durch WW (rot) und ZZ (blau) ausgeschieden.

Tja, auch diese Ergebnisse von ATLAS sehen nun schlecht aus für Higgs. Die Buckel bei gammagamma (schon zwischen ATLAS und CMS unterschiedlich) sind einfach 'irgendwas' -- nur nicht Higgs ...
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Mittwoch, 28. März 2012, 12:37

Hier drei neue Auswertungen von CMS:

http://cdsweb.cern.ch/collection/CMS%20P…Summaries?ln=en

Wie üblich wurde nichts gefunden was nach SUS zu erwarten wäre.


Auch diverse preprints von heute:

http://cdsweb.cern.ch/collection/CERN%20Preprints?ln=en
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Mittwoch, 11. April 2012, 23:42

Hier eine Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse von ATLAS:


http://cdsweb.cern.ch/record/1440245/fil…OC-2012-054.pdf
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Donnerstag, 17. Mai 2012, 07:43

Ich hatte oben (am 26. Februar 2012) gesagt, nach der Theorie ist Higgs jetzt bei etwa 90 GeV.

Mehr steht jetzt hier:
http://cdsweb.cern.ch/record/1449444/fil…OC-2012-067.pdf

Demnach ergibt momentan die Rechnung (bei den besten Werten sonstiger Parameter) 94 +29/-24 . Der Momentan noch überhapt handelbare Bereich um 125 ist daher stark am Rand des 1sigma Bereichs.

Dem Artikel nach ist jetzt der wahrscheinlichste Wert von ATLAS 126 , 2,5 sigma vom Hintergrund entfernt, aus H->ZZ und H->gammagamma. Im wesentlichen wie zuvor.

Ende nächsten Monat macht LHC Pause, im Juli sind dann Tagungen mit Ergebnissen. Bis heute hat die aufaddierte Leuchtkraft ca. 40% mehr Daten ergeben als bis Ende 2011.
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Samstag, 9. Juni 2012, 04:27

Inzwischen gibt es ein paar Higgs -Ergebnisse von diesem Jahr, wenn auch nur mit bis zu etwa 5,5 /fb (obwohl die Experimente zZt schon 10 /fb angesammelt haben)

Zusammenfassend:
http://arxiv.org/pdf/1206.1476.pdf

Demnach sind im kritischen Bereich bei dem GammaGamma Experiment weiterhin die schon oben beschriebenen

Die einzelnen Veröffentlichungen der 'endgültigen' Resultate des LHC, auch jetzt erfolgt, besonders die hier: http://cdsweb.cern.ch/collection/CERN%20Preprints?ln=en , sind sehr zurückhaltend formuliert, immer iS das keine signifikanten Exzesse beobachtet wurden und die Ausschlußwahrscheinlichkeit inzwischen in den meisten Bereichen über 95% liegt. Das wäre wahrscheinlich nicht so fast pessimistisch formuliert worden, wenn aus den neusten Daten - inzwischen ja die doppelte Datenmenge wie Ende 2011 und damit schon praktisch alle Gebiete mit 95% oder besser ausschließend - stattdessen (wenn auch nur inoffiziell) eine deutlichere Indikation von Higgs zu sehen wäre ...

Man sehe sich nur die 2011 Ergebnisse hier an, Abb. 3: http://arxiv.org/pdf/1206.0756.pdf -- und hier sind durch die neueren Daten mittlerweile die beobachteten Ereignisse unterhalb der Erwartung, sodas das nicht mehr mit der geringen Masseauflösung erklärt werden kann, und ist schon ab 120 zu 95% oder besser ausgeschlossen. Es passiert derzeit wohl das was ich schon im obigen post vermutet habe, nämlich das zwar bei GammaGamma weiterhin gewisse Dellen ungeklärter Herkunft bleiben (und Photonen können ja durch vieles erzeugt, und durch noch mehr etwas frequenzverschoben werden), aber die Genauigkeit der anderen Zerfallsprozesse besser als 95% Auschluß erreicht ... und das kanns dann gewesen sein.
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