doomguard

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Freitag, 13. November 2009, 23:29

drucktensor

Das war eine Bemerkung die an Irrlicht gerichtet war und nicht an den Threadersteller und "nur" meine Meinung darstellt. Der Tensor steht in seiner allgemeinen Form da. Im statischen Zustand verschwinden klarerweise die Tangentialkomponenten des Drucktensors, also p_{ii}=0, weswegen die Tensorfläche im statischen Zustand auch kein Würfel ist doomguard, sondern eine Kugel. Was das mit dem Druck zu tun hat den "man" kennt? Antwort: Pascalsches Gesetz.

Gerne können wir über Theoretische Hydrodynamik reden, ist eines meiner Lieblingsgebiete aus der klassischen Mechanik, aber nicht in diesem Thread (eröffne einen Neuen wenn du magst) und gewiss werde ich kein Buch dazu schreiben können/wollen, was Grundlagen angeht. Da verweise ich mal auf meine Bibel zu dem Thema:


ich bin nicht davon ausgegangen, dass es ein würfel sei, sondern, dass ich mir die komponenten mit unterschiedlichen indizes als druck in richtung der entsprechenden ebenen vorstellen könnte. (deswegen seiten, weil es ja 6 verschiedene ebenen gibt die man auch zum würfel zusammensetzen könnte) dass das im bsp. eine kugel ist, war klar.

dies stimmt aber ja vermutlich auch nicht, da ich deiner aussage entnehme, dass es um kugelkoordinaten geht. also, wenn du das genauer erläutern magst, hier der gewünschte thread dazu :) am besten wenn dies durch ein einfaches bild zu verdeutlichen wäre. was kugelkoo sind brauchste nicht zu erläutern, nur, wie die einträge des tensors zu interpretieren sind.
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doomguard

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2

Samstag, 14. November 2009, 10:13

also, falls nicht ganz klar ist, was ich meine:

es könnte meinem verständnis vermutlich schon ausreichen, einmal den tensor für eine kugel 1 m radius unter konstantem druck (z.b. 100hpcal) zu sehen und dann den für die gleiche kugel, bei der sich der druck sagen wir mal um 10 hpcal pro sekunde gleichmässig erhöht.
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vanhees71

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Samstag, 14. November 2009, 18:50

Ich bin mir nicht so recht klar darüber, was Du eigentlich fragst. Der Spannungstensor gibt an, welche Kräfte an beliebigen Oberflächen angreifen. Bei einer Kugel, auf die ein gleichmäßiger hydrostatischer Druck einer Flüssigkeit wirkt, ergibt sich durch Integration über die Kugel wie für jeden Körper die Auftriebskraft
F_B=\rho g V, wo \rho die Dichte der Flüssigkeit, g \simeq 9.81 \text{m}/{s} die Fallbeschleunigung und V. Dies ist auch als Archimedisches Prinzip bekannt.

Die Rechnung, die völlig unabhängig von der Form des Körpers ist und mittels der Tensorversion des Gaußschen Integralsatzes *006* ohne konkrete Integration auskommt, findet sich in der Wikipedia

http://en.wikipedia.org/wiki/Buoyancy
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doomguard

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Samstag, 14. November 2009, 20:18

ich kann in dem beitrag den von schneeglöckchen angesprochenen tensor nicht entdecken.

der tensor soll ja offensichtlich im zusammenhang mit druck stehen. also, was bedeuten die einträge?

welchen sinn hat er?

auftrieb ist nicht der punkt der hier in diesem thread disskutiert werden soll.

wenn ich dich aber richtig verstehe, dann sagst du der angesprochene tensor ist kein druck, sondern ein spannungstensor, bleibt trotzdem die frage, wie sähe so ein tensor für das gewünschte beispiel aus (also die spannung an jedem punkt durch den tensor ausgedrückt)
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vanhees71

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Sonntag, 15. November 2009, 10:27

It isn't easy to read *007* .

Im Falle eines Fluids ist der Spannungstensor (stress tensor), genauer gesagt das Spannungstensorfeld, aufgrund der Isotropie stets proportional zur Identität. In kartesischen Komponenten heißt das

\sigma_{ij}(\vec{x})=-p(\vec{x}) \delta_{ij}

In der Kontinuumsmechanik (Mechanik der deformierbaren Medien, die die Mechanik deformierbarer Körper, der Flüssigkeiten und Gase behandelt, wobei die letzteren beiden Themen auch allgmein Fluiddynamik genannt werden) betrachtet man das mechanische System als Ansammlung von Materievolumenelementen ("Zellen"), die mikroskopisch so groß sind, daß sie jeweils eine Unmenge von Molekülen beinhalten, so daß man das Verhalten der Zelle hinreichend genau durch die Mittelung über die Bewegung aller Moleküle in der Zelle ansehen kann. Andererseits denkt man sich die Zellen "makroskopisch klein", d.h. sie sind wesentlich kleiner als die Längenskala, auf der die makroskopischen physikalischen Größen (die Mittelwerte über die Molekülgrößen in jeder Fluidzelle) wesentliche Änderungen erfahren. Dann kann man dieses System mit Hilfe der Feldtheorie beschreiben und hat das mächtige Werkzeug der Tensoranalysis zur Verfügung (Gegenstand im zweiten Semester des Physikstudiums). *004*

Zurück zum Spannungstensor: Wir betrachten also nun ein herausgegriffenes Volumen V in dem Körper. Will man die Bewegung dieses Volumens beschreiben, hat man außer den äußeren Kräften (z.B. die Schwerkraft) auch zu berücksichtigen, welche Kräfte die übrigen Teile auf dieses Volumen ausübt, und das sind ihrer Natur nach Oberflächenkräfte. Wir haben es also mit einem Oberflächenintegral über den Rand \partial V zu tun, und da kommt der Spannungstensor

\bvec{\sigma}=\sigma_{ij} \bvec{e}_i \otimes \bvec{e}_j

ins Spiel. Dabei bedeuten fette Größen Tensoren und normal geschriebene Größen mit Indizes die Euklidischen Komponenten bzgl. der kartesischen Basis \bvec{e}_i. Über gleichnamige Indizes wird summiert (Einsteinsche Summationskonvention).

Die Kraft, die die der Rest des Vielteilchensystems auf den Körper ausübt, wird demnach durch


\bvec{F}=\int_{\partial V} \dd \bvec{S} \cdot \bvec{\sigma} =\bvec{e}_j \int_{\partial V} \dd S_i \sigma_{ij}.

beschrieben. Dabei ist, wie in der Tensoranalysis üblich, die Orientierung der Flächennormalenelemente nach außen (weg vom betrachteten Volumen) gerichtet. In einer Flüssigkeit hat man also immer negative Spannungstensorelemente auf der Diagonalen, rechnet in dem Fall aber lieber mit dem positiven Druck. Daher rührt das Minuszeichen im Drucktensor eines homogenen isotropen Fluids, den ich (bzw. die Wikipedia!) angegeben haben.

Aus der Bedingung, daß im statischen Falle die Summe aller Kräfte verschwinden muß, folgt die Symmetrie des Spannungstensors:

\bvec{\sigma}^T=\bvec{\sigma}\,\Leftrightarrow \, \sigma_{ij}=\sigma_{ji}

Wie Du in der Wikipedia nachlesen kannst, folgt für den Fall eines in ein Fluid eingetauchten Körpers das archimedische Gesetz (für den statischen Fall). *009*

Wenn ich Deine Frage nicht beantwortet habe, mag das daran liegen, daß ich Dich mißverstanden habe. Allerdings ist die präzise Ausarbeitung der Fragestellung immer schon mindestens die halbe Lösung des Problems, also formuliere Deine Frage nochmal klarer. *008*
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doomguard

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Sonntag, 15. November 2009, 11:10

es geht immer noch um dies:

Nur eine kleine Bemerkung Irrlicht:

Es ist doch \vec{F} = - \mathrm{grad} ~ p ~ \mathrm{d}V oder besser allgemein als Tensor aufgefasst

\vec{F} = \mathrm{Div} ~ P mit P = \begin{pmatrix}  p+p_{xx} & p_{xy} & p_{xz}  \\ p_{yx} & p+p_{yy} & p_{yz} \\ p_{zx} & p_{zy} & p+p_{zz} \end{pmatrix}



was bedeuten die einträge in der matrix und wie sähe die matrix für einfache anschauliche bsp. aus? (du schreibst ja auch noch, das dargestellte entspreche einem spannungselispoiden, was mir auch nichts sagt, also, was ein elipsoid ist, schon aber im zusammenhag nicht)

vielleicht hast du meine frage mit einer darstellung in der die einsteinsche summenkonvention auftaucht schon beantwortet, aber die antwort verstehe ich nicht. wenn es also nicht zuviel mühe macht, würde es das verständnis deutlich erhöhen, die matrix einmal aufzuschreiben. vll. macht das ja auch jemand anderes, der vans ausführungen besser folgen kann als ich.
wenn der gebildete mit dem bauern redet braucht es manchmal einen übersetzer der latein und die einfache sprache des volkes beherrscht *003* . (ausgeschriebene matrizen sind hier die einfache sprache)
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vanhees71

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7

Sonntag, 15. November 2009, 18:04

Hm, ich weiß ja nicht, was daran schon wieder so kompliziert ist. Anschaulicher geht's ja nicht. Deshalb heißt ein Tensor übrigens Tensor. Die Wikipedia bietet zum Glück ein hübsches Bildchen. Ich brauche immer Stunden, um sowas zu malen :( . Also hier ist es:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Compon…r_cartesian.svg

Stelle Dir einfach vor, der eingezeichnete Würfel befinde sich in einer zähen Flüssigkeit, die ihn umströmt. Die Flüssigkeit greift an der Oberfläche an, und in führender Ordnung ist die Kraft auf jedes Flächenstückchen proportional zur Größe dieses Flächenstückchens. Jetzt ist die Kraft aber ein Vektor, der irgendwie in Beziehung zur Orientierung des betrachteten Flächenstückchens stehen muß. Dazu bedient man sich des Flächennormalenvektors, dessen Länge gerade der Größe des Flächenstückchens betrifft, und dessen Richtung senkrecht zu diesem Flächenstückchen gewählt ist. In welche Richtung er weist, ist im Prinzip willkürlich. Es gibt aber Konventionen, die sich bewährt haben, und bei geschlossenen Oberflächen (Rändern von Volumen), läßt man die Flächennormalenvektoren nach außen (aus dem betrachteten Volumen heraus) zeigen. In der obigen Wikipediazeichnung wurde mit Bedacht ein Würfel gewählt, der irgendwo im Raum parallel zum gerade betrachteten kartesischen Koordinatensystem liegt, und der Einheits-Normalenvektor der gelben Vorderfläche ist gerade \bvec{e}_2.

Der Spannungstensor bildet nun den Flächennormalen Vektor \dd \bvec{S} auf die entsprechende infinitesimale Kraft

\dd \bvec{F}=\bvec{\sigma} \cdot \dd \bvec{S}

ab. Du kannst Dir den Tensor in seinen Tensorkomponenten bzgl. kartesischer Koordinaten gegeben vorstellen und den Flächenlementvektor in der obigen Gleichung als Spaltenvektor. Dann steht da eine ganz normale Matrix-Vektormultiplikation.

Was bedeuten nun die einzelnen Einträge in der Matrix? Da sind einmal die Diagonalelemente. Bei dem achsparallelen Würfel liefern die gerade die Normalenkräfte, z.B. den Druck der Flüssigkeit im statischen Fall, weil da eben Flüssigkeit senkrecht auf den Würfel drückt. Es gibt aber noch andere Kräfte: Weil die Flüssigkeit strömt und nicht völlig reibungsfrei an dem Würfel vorbeikommt, gibt es auch Scherkräfte, und die werden durch die Außerdiagonalelemente in der Matrix repräsentiert. Insgesamt hast Du also eine Normalkraft (in Richtung der Flächennormale) und zwei Komponenten der Scherkraft, die senkrecht zum Flächennormalenvektor zu liegen kommen, also tangential zur Fläche wirken. Ich finde das höchst anschaulich. Wenn das immer noch nix hilft, muß wirklich jemand didaktisch begabtes her (Irrlicht?). *hüpf*

PS: Schneeglöckchens Schreibweise sieht ein wenig seltsam aus. Wieso hat er auf der Diagonalen P+p_{xx} etc. stehen? Never seen!
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Sonntag, 15. November 2009, 18:06

Ich schreibe gerne auch meinen Senf dazu () , aber (ich bitte um Entschuldigung), was möchtest du genau wissen oder verstehen doomguard?
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doomguard

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9

Sonntag, 15. November 2009, 18:19

es würde die kommunikation erheblich erleichtern, wenn der gute van nicht immer vom hohen ross herunter argumentieren würde.....

da das zumindest im zusammenhang mit mir nicht zu funktionieren scheint, schneeglöckchen, die frage nach meinen einfachen bsp. wurde (immer) noch nicht für mich nachvollziehbar beantwortet:

also, wie sieht der tensor bei einer kugel (von mir aus auch gerne würfel) aus, der einen konstanten druck von allen seiten bekommt. es scheint ja unter vans würde, den tensor mal ausführlich hinzuschreiben d.h. jeder eintrag einzeln, auch jede 0, vielleicht ja nicht unter deiner.

wenn irrlicht es kann, freue ich mich natürlich auch darüber, er hat ja mehr mit leuten zu tun, für die einsteinkonvention und kronnekerdeltas nicht zum alltagsgeschäft gehören.
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vanhees71

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Sonntag, 15. November 2009, 18:20

Erklär' mir dabei bitte nochmal Deine Notation. Wahrscheinlich ist meine Hydrodynamik schon ein bißchen eingerostet (obwohl ich gar nicht mal so selten mit relativistischer Hydrodynamik zu tun habe, die übrigens gerade wieder ein höchst aktuelles Forschungsgebiet in der Schwerionenphysik ist; es ist einigen Kollegen übrigens kürzlich gelungen, funktionierende viskose relativistische Hydrodynamik herzuleiten und auf's Quark-Gluon-Plasma anzuwenden). *hüpf* *004*
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lambda

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11

Sonntag, 15. November 2009, 18:27

Schneeglöckchens Schreibweise sieht ein wenig seltsam aus. Wieso hat er auf der Diagonalen P+p_{xx} etc. stehen? Never seen!


Könnte das vielleicht ein äußerer Druck sein? Wenn man bei dem Würfel in einem Fluid bleibt, könnte das z.B. der Luftdruck sein, der eben auch senkrecht zur Fläche wirkt?
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Montag, 16. November 2009, 00:43

Das könnte es sein! Man muß nur aufpassen, daß man \bvec{\sigma}=-\bvec{P}, wenn man unsere beiden Ausdrücke vergleicht. Die korrekte Gleichung, die man aus meinem vorigen Posting erhält, wenn man das Volumenelement infinitesimal klein macht. Dann folgt

\bvec{f}=\vec{\nabla} \cdot \bvec{\sigma}=-\vec{\nabla} \cdot \bvec{P}

für die Kraft pro Volumeneinheit. In Komponentenschreibweise für kartesische Tensorkomponenten ist

 f_j=\partial_i \sigma_{ij}=-\partial_{i} P_{ij}.

Für den Fall, daß wir es mit einer homogenen isotropen Flüssigkeit zu tun haben, gilt

 \sigma_{ij}=-p \delta_{ij},

und dann reduziert sich die obige Gleichung zu

f_j=-\partial_{j} p

oder wieder vektoriell geschrieben.

\bvec{f}=-\grad p

Hierzu sind noch die äußeren (Volumen-)Kräfte zu zählen, z.B. die Schwerkraft in Erdnähe:

\bvec{f}_{\text{ext}}=\rho \bvec{g}.

Die Euler-Gleichung des idealen Fluids ist dann durch

\rho \D_t bvec{v}=\rho[\partial_t \bvec{v}+(\bvec{v} \cdot \vec{\nabla}) \bvec{v}]=-\grad p+\bvec{f}_{\text{ext}}

gegeben.

Diese Gleichung kann man unmittelbar aus der Newtonschen Bewegungsgleichung für ein Fluidvolumen herleiten. Dabei ist zu beachten, daß in der hier verwendeten Schreibweise als Feldgleichung die Größen als Funktion eines festes Ortes und der Zeit zu verstehen sind. Die Newtonsche Gleichung benötigt aber die Zeitableitung der Geschwindigkeit eines vorgegebenen Fluidvolumenelements, und die erhält man wie folgt: Die zeitliche Änderung des Fluidvolumenelements setzt sich einerseits zusammen aus der zeitlichen Änderung des Geschwindigkeitsfeldes am fest gegebenen Ort \bvec{x}:

\dd \bvec{v}_1=\dd t \partial_t \bvec{v}

Allerdings ist im Zeitinkrement \dd t die Fluidzelle um \dd t \bvec{v} weitergeflossen, d.h. es ergibt sich eine weitere Änderung, die Durch

\dd \bvec{v}_2=\dd t \dd (\bvec{v} \cdot \vec{\nabla}) \bvec{v}

Dann folgt die Euler-Gleichung sogleich aus der Newtonschen Bewegungsgleichung unter Verwendung der oben besprochenen Kräfte.

Diese Herleitung folgt der unmittelbaren Betrachtung aus der Newtonschen Bewegungsgleichung und ist nicht unbedingt die physikalisch schönste Herleitung, die (ich bleibe dabei, daß Symmetrien und Erhaltungssätze die beste Beschreibungsweise und vereinheitlichende Sicht aller Physik darstellt *025*) darin besteht, die sich via Noethertheorem aus der Galileisymmetrie der Newtonschen Mechanik folgenden Erhaltungsgrößen ergeben. Dann ergibt sich die Eulergleichung aus der Bilanzgleichung für den Impuls. Zusammen mit der Kontinuitätsgleichung

\partial_t \rho+\div(\rho \bvec{v})=0,

welche die Erhaltung der Masse beschreibt (und nur auf recht subtile Weise aus der Quantentheorie der Galileigruppe folgt, wenn man dem Symmetrie-Paradigma folgen will!) ist dies äquivalent zur Euler-Gleichung. Für die moderne Auffassung vgl.

http://en.wikipedia.org/wiki/Euler_equations_(fluid_dynamics)

Die Herleitung über den Lagrangeformalismus habe ich mal als Seminar für mein Nebenfach im Hauptstudium (Fluidmechanik ;) ) ausgearbeitet:

http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/hydro/hydro.html
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doomguard

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13

Montag, 16. November 2009, 10:06

immer wieder überrascht von dem tunnelblick mancher dozenten, scheint eine krankheit nach erfolgreicher promotion zu sein....

schnee, falls du dich noch äussern könntest, wärs schön. wenn (falls) man etwas vermitteln will, ist es übrigens ein pädagogisches grundprinzip, dass man versucht auf die frage des gegenübers einzugehen und eine antwort zu formulieren, die dieser auch verstehen kann. also, im zweifel auf lk-niveau.
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14

Montag, 16. November 2009, 18:21

Sach mal, was ist denn jetzt schon wieder falsch? :huh: *040* Das sind doch nun wirklich die allerersten Anfangsgründe der Hydrodynamik oder nicht? Ich weiß schon, daß die im Kanon der deutschen Physikausbildung nicht mehr verpflichtend gelehrt werden, was fast so katastrophal ist wie die Mißachtung der ART. *023*

Andererseits: Seit wann kommen denn Drucktensoren (ich bevorzuge nach wie vor Spannungstensoren, aber wenn Ihr es so wollt...) im Physik-Lk dran? Das ist denn doch selbst mir etwas zu weitgehend (außer in einer AG mit wirklich interessierten Leuten versteht sich).
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lambda

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15

Montag, 16. November 2009, 18:47

was fast so katastrophal ist wie die Mißachtung der ART.


Zum Glück fällt das doch in den Master und da kann man ja seinen Schwerpunkt setzen. *004*
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16

Montag, 16. November 2009, 19:00

Ei jei jei... 8| :thumbdown:

@doomguard:
Sorry doomguard, aber das ist doch nicht dein Ernst oder?! Das hat doch jetzt nichts mehr mit "hochtrabender mathematischer Physik" zu tun, sondern ist in der Tat ein Niveau das man per se nicht weiter drücken kann, wenn man halbwegs akademisch bleiben möchte und auf LK Niveau kann man den Begriff Tensor mit Sicherheit nicht, zumindest nicht ohne Grenzwertig falsch zu werden, vereinfachen und das ist nicht nur weitmögichst unteres Niveau, das ist auch ein Schwiereigkeitsgrad mit dem man bereits im zweiten Semester voll konfrontiert ist und hat absolut nichts mehr mit "vom hohen Ross herunter argumentieren" zu tun... :|

@Topic
Aber evtl. kann man es noch ausführlicher erklären, aber im Niveau weiter herab halte ich für fraglich... Wenn du willst doomguard, dann kann ich dir erklären wie ich verstanden habe, was der Spannungstensor ist.
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17

Montag, 16. November 2009, 19:38

Dieses Semester ist meine Aufgabe im Rahmen meiner Lehrverpflichtung die Ergänzung seines Manuskripts zu "Rechenmethoden der Physik". Für das zweite Semester ist da dran:

-volle Vektoranalysis im \R^3 (beschränkt allerdings auf kartesische und krummlinige Orthogonalkoordinaten)
-Fourier-Reihen und Fourier-Integrale
-Legendretransformationen

Das ist wohlgemerkt eine Veranstaltung, die zur Experimentalphysik gehört, und das Skript soll auch den Materialwissenschaftlern für ihre Vorlesung zur Verfügung gestellt werden.

Doomguard hat offenbar eine etwas seltsame Einstellung zu den Erfordernissen eines Physikstudiums an deutschen Universitäten und hält alles schon für hochtrabend, was vor 18 Jahren (als ich angefangen habe zu studieren: WS '91 in Darmstadt) und eben auch heute noch hier in Gießen Standard ist. Ich kenne auch keine Uni, an der das nicht Standard wäre.

Die mitlesenden Schüler sollten sich von diesem Unfug nicht irritieren lassen. Das ist nicht hochtrabend und durchaus von normalbegabten Studenten schaffbar. Ein Physikstudium ist, ich wiederhole mich, allerdings kein 8-5 job, sondern erfordert doch etwas mehr Hingabe und Begeisterung... :cursing:

Was ich auch unpassend finde, ist sich zu beschweren, wenn jemand in diesem Forum fragen beantwortet und dem Schreiber dann auch noch einen Tunnelblick vorzuwerfen ist, um es mal in Fraktur zu sagen, unverschämt. Ich poste hier, um Dir zu helfen (und zugegeben auch, weil es mir Spaß macht, mein Physikwissen auf vernünftig breitem Stand zuhalten um eben den Tunnelblick zu vermeiden). Vielleicht nützt ja die eine oder andere Anmerkung, die ich mache, wenigstens anderen mitlesenden Forumsteilnehmern. :(
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18

Montag, 16. November 2009, 20:05

Ich bin für deine Posts dankbar vanhees *025*

Zwecks Niveau:
Ich kann "nur" über Freiburg was wirklich qulifiziertes sagen und dort ist man im zweiten Semester in der Physik absolut auf solchem Niveau am arbeiten. In der Experimentalphysik nicht wirklich, aber in der Theoretischen auf alle Fälle (und gewiss auch darüber hinaus) *008*

Bei Interesse kann ich ja mal konkret ein paar Sachen aus meinem ersten und zweiten Semester hochladen, zwecks Niveau im ersten Jahr...
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19

Montag, 16. November 2009, 22:29

Glaub' ich Dir, Schneeglöckchen. Die Physik ist über Deutschland hin ziemlich homogen \pm \epsilon *004* . Das ist eines der Verdienste der DPG, die sich um diese Vereinheitlichung schon recht früh sehr verdient gemacht hat. Umso ärgerlicher ist der Murks mit dem Bologna-Prozeß, aber mit hinreichendem Studi-Protest läßt sich das vielleicht reparieren. *025*
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doomguard

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20

Donnerstag, 19. November 2009, 13:54

ihr seid echt arrogant!!!

ich wollte NUR den drucktensor einmal ausgeschrieben sehen, wieso schafft das keiner von euch?

der ursprüngliche von schnee war offensichtlich falsch. kann mal einer einen richtigen posten? anstatt euch darüber zu ergehen, was hier nun wer können sollte. ich habe langsam das gefühl, von euch kann keiner die matrix mal konret hinschreiben (das wäre oberstufenniveau und wohl auch kaum falsch...) , oder warum versteckt ihr euch hinter formalismen? ist das zu praktisch, zu angewandt? ein konketes beispiel HILFÄÄÄÄ *020*

mit euren arroganten gehabe verschreckt ihr sogar die, die es vll. könnten, aber keine lust haben sich solchen kommentaren auszusetzen, oder warum macht es keiner, wenn es doch so schreiend einfach ist und man es schon im grundstudium lernt?

solch verhalten, wie ihr es an den tag legt, lässt einen die motivation an der physik verlieren, nicht meins!!!!

ich verstehe manche leute echt nicht, scheinen sich einen drauf runterzuholen, dass sie über andere schlecht reden können, anstatt mal eine einfache frage zu beantworten.....

van und schnee ich bin zwischenmenschlich wirklich entäuscht von euch und schäme mich fremd.

soll ich mir nen neuen accout zulegen, damit ich auch fragen stellen darf, die ich eigentlich schon laaange wissen sollte? sperrt mal eure auglein auf, WAS steht bei mir an vorwissen?

so, es wäre gut, wenn die hohen herren ihre antwort dementsprechend geben könnten, oder lieber schweigen, diese persönliche kritik bringt keinen weiter und ist unkonstruktiv. ganz abgesehen, was sie menschlich für einen blick auf den verfasser wirft.

KÖNNEN WIR UNS BITTE DER PHYSIKALISCH/MATHEMATISCHEN FRAGE DES THREADERSTELLERS (auf niveau des fragestellers) WIDMEN!!!???

oder hat die beantwortung der frage jede daseinsberechtigung verloren, weil sie von mir gestellt wurde? ich wäre auch dankbar, wenn van nicht mehr posten würde, er scheint nicht in der lage, antworten geben zu können, die mir irgendwie weiterhelfen.
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